
Amerika befindet sich in der Krise. Durch das Mißmanagement der Banken haben Wohnhäuser an Wert verloren. Barbara Kiviat schrieb deshalb im Time Magazine:
"Hauseigentum hat uns zu Boden geworfen. Über Generationen glaubten die Amerikaner, ein Haus zu besitzen war etwas grundsätzlich Gutes." (1)
Doch nun lohnt sich die Investition in privates Wohnhauseigentum kaum noch.

Die Folgen der Krise sind in den Städten sichtbar. In Cleveland, Ohio, begegneten mir ganze Stadtviertel mit leerstehenden Wohnhäusern, deren Erdgeschoßzone meist zugenagelt war, damit Squatter nicht so leicht eindringen wollen. Oftmals waren nur noch drei Wohnhäuser eines Straßenzuges bewohnt.


Obwohl die Wohnhäuser insgesamt einen guten Eindruck machten, weil die architektonische Substanz viel hergibt, sind die Folgen der Krise deutlich zu spüren. Leerstehende Wohnhäuser verwahrlosen rasch, und sobald Squatter in das Wohnhaus vordringen, beginnt ein rascher Zerstörungsprozeß, der das Wohnhaus unbewohnbar macht.
Karl-Ludwig Diehl



Anmerkungen:
(1) zitiert in deutscher Übersetzung aus: Barbara Kiviat: The Case Against Homeownership. S.40-46 in Time Magazine, September 6, 2010. S.42: "Homeownership has let us down. For generations, Amerikans believed that owning a home was an axiomatic good."
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